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Die Frage, wie man am besten eine Sprache lernt,
wird kontrovers diskutiert. Auf der pragmatischen
Ebene fällt die Antwort leicht.
| Will
man eine Sprache lernen, muss man
Stücker
drei tun: |
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Erstens:
Zweitens:
Drittens: |
Sich
mit dem Lautbild dieser Sprache vertraut
machen
Die englischen Wörter lernen
Sich die englische Grammatik in die
Birne bimsen |
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Wie schnell man
sich mit dem Lautbild vertraut machen
kann, hängt davon ab, inwieweit
sich die Zielsprache und die Muttersprache
lautlich ähneln. Araber und Perser
z.B. haben eigentlich keine Probleme
mit deutschen Lauten, Franzosen schon.
Die Aneignung des Lautsystems könnte
durch den Einsatz von mehr Technik wohl
drastisch erleichtert werden, dies wird
hier versucht und dies werden wir weiter
versuchen. |
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Eine Sprache besteht
unter anderem, hopla wer hätte
das gedacht, aus einer ganzen Menge
Wörter, wohl so um die 40 000.
Das klingt erstmal nach ziemlich viel.
Das Abspeichern von Wörtern läßt
sich aber sehr effizient trainieren.
Ist man mit dem Lautbild vertraut, so
sollte es eigentlich jedem möglich
sein, nach einer gewissen Trainingsphase
etwa 20 Wörter in einer Stunde
zu lernen. Kann man aber zwanzig Wörter
am Tag lernen, dann macht das in knapp
einem Jahr 300 X 20 = 6000 Wörter
und das wiederum ist doppelt soviel
wie man in etwa braucht, um für
alle Alltagssituationen gewappnet zu
sein und einigermaßen flüssig
eine Zeitung lesen zu können. Beim
Lernen von Wörtern gibt es Leute,
die sich besonders lange darüber
Gedanken machen, ob das Wort nun wichtig
ist oder nicht. Diese Methode erscheint
weniger sinnvoll. In der Zeit, in der
man solche philosophischen Überlegungen
anstellt, kann man das Wort auch abspeichern.
Eine sinnvolle Methode ist eine Tageszeitung
zu lesen, z.B. "The Times",
die unbekannten Wörter zu notieren
und sie dann zu lernen. Tageszeitungen
erfassen in der Regel den aktuellen
Wortschatz. Literatur tut das oft nicht,
z.B. tut es das Buch "Hamlet"
nicht. Dort kann man zwar Experte werden
für alte Könige, aber dieser
Wortschatz ist für den Alltag nur
von geringem Interesse. Viele werden
überrascht sein festzustellen,
dass sie schon nach kurzer Zeit einigermaßen
flüssig englisch lesen könenn.
Der Sinn von diesen ganzen Vokabelntrainern
wie Karteikästchen und Grundwortschatz
englisch etc. etc. hat dem Autor noch
nie so richtig eingeleuchtet. An dieser
Stelle kann man übrigens auch die
Frage, wer eine Sprache schneller lernt,
ein Kind oder ein Erwachsener, deutlich
relativieren. Ein Erwachsener mit dem
nötigen Sportsgeist, vulgo Disziplin,
ist schneller. Wer "The Times"
nicht kaufen kann oder will, der kann
es sich natürlich auch aus dem
Internet ziehen. Dann halt ein zwei
Artikel ausdrucken und durcharbeiten.
Die Frage, wieviele Wörter man
lernen sollte, ist einfach zu beantworten:
Mehr ist immer mehr. Wie oft im Leben
spielt des weiteren auch hier Kreativität
eine Rolle. Man kann Wörter an
Badezimmerspiegel, Kühlschränke,
über den Monitor, an Kleiderschränke
etc. hängen. Man kann sie sich
auch auf die Hände schreiben. Man
kann Sie auf eine Kassette sprechen
und sie sich beim Auto fahren vordudeln
lassen. Ideal ist Wörter lernen
auch für Leute, die schlecht einschlafen.
Wenn Wörter lernen ermüdend
ist, dann ist das ja die perfekte Schlaftablette.
Wer es übrigens mit dem englisch
lernen ganz ernst meint, der braucht
ein gutes Wörterbuch. Am Anfang
ist aber auch der Minipons ausreichend,
den kann man in die Tasche stecken und
hat einen Einband aus Plastik, so dass
er vielleicht sogar einen Strandurlaub
überlebt. Beim Abspeichern von
Wörtern ist weniger Begabung entscheidend,
als Sportsgeist und Kreativität.
Schauen Sie sich Lance Amstrong an.
Der Mann hat Härte. Der kann auch
Französisch. Wieviel Grammatik
man braucht, darüber kann man kontrovers
diskutieren. Dreh- und Angelpunkt der
Sprachbeherrschung sind die Wörter. |
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Jetzt wird die
Sache komplizierter. Wieviel Grammatik
braucht der Mensch ? Dieses Lehrbuch
vermittelt englisch durch die Analyse
der grammatikalischen Strukturen. Wie
sattsam bekannt, wird das überall
so gemacht. An Schulen, Hochschulen,
privaten Bildungsträgern, im Selbsstudium
etc. etc. correct ist, dass die Muttersprache
nicht so gelernt wird. correct ist aber
auch, dass das menschliche Gehirn ganz
allgemein so arbeitet. Es sucht immer
nach Regeln, die das Chaos ordnen. Warum
soll man das bei Sprachen nicht tun?
Ohne Kenntniss der Regeln wird das englische
an Ihrem Ohr vobreirauschen wie ein
Wasserfall. Sie werden keine Struktur
erkennen und es wohl auch nie lernen.
Kaum vorstellbar, dass man ohne Grammatik
als Erwachsener eine Sprache lernen
kann. Die Frage ist nur, wieviel braucht
man davon? Man kann es mit der Analyse
grammatikalischer Strukuren auch übertreiben.
Sie werden irgendwann mal feststellen,
dass Sie bestimmte Dinge richtig machen,
ohne zu wissen, was genau die Regel
ist. Unter Umständen ist es günstig,
in zwei Schritten vorzugehen. Versuchen
Sie im ersten Schritt, sich über
das Gesamtsystem der englischen Grammatik
einen Überblick zu verschaffen,
versuchen Sie zu verstehen, an welchen
Stellen das englische anders funktionniert
als das Deutsche und gehen Sie in einem
zweiten Schritt in die Details. Versuchen
Sie in einem ersten Schritt soweit zu
kommen, dass Sie die grammatikalischen
Strukturen passiv erkennen und versuchen
Sie erst in einem zweiten Schritt, diese
aktiv zu beherrschen. Mit passiv verstehen
ist hier gemeint, dass Sie eine Struktur
erkennen, wenn Sie diese hören
oder lesen. Aktiv beherrschen heißt,
dass Sie diese Struktur auch selbst
anwenden können. Beißen Sie
sich beim ersten Durchgang nicht an
irgendwelchen Details fest, machen Sie
sich lediglich mit der Struktur bekannt,
so dass Sie diese erkennen, wenn Sie
sie hören oder lesen. Sie müssen
im ersten Durchgang z.B. nicht im Detail
verstehen, wie der present perfect genau
verwendet wird, aber Sie sollten ihn
erkennen, wenn er auftaucht. Im übrigen
gilt, dass man eine Sprache nur lernt,
wenn man sie spricht. Diese Erkenntnis
ist allerdings so trivial wie wenig
hilfreich, weil man in der Regel eben
keinen Muttersprachler zur Verfügung
hat. Helfen kann man sich, indem man
englisches Fernsehen schaut oder in
einen englischen Chat geht. Für
manche Leute ist es auch spannend, sich
mit englischer Literatur zu beschäftigen.
Von vielen Autoren gibt es einzelne
Bücher, die einfach sind und Spaß
machen: Agatha Christie (bei ihr wirklich
egal, was), Oscar Wilde, Fairy Tales,
The picture of Dorian Grey. Auch Kinderbücher
können ein guter Einstieg sein.
Literatur ist wohl auch eine gute Methode,
Strukturen, die einem passiv bekannt
sind, nochmals zu festigen. Wer liest
spricht ja nicht, er muss die Strukturen
nur erkennen, wenn sie auftauchen. Hinsichtlich
des Schwierigkeitsgrades läßt
sich zumindest tendenziell wohl eine
bestimmte Systematik ausmachen. |
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Stufe
1: |
Man
sagt etwas, und die Anzahl der möglichen
Antworten ist eingeschränkt. Das
sind so die typischen Touristenstituationen,
Im Restaurant etwas bestellen, Einkaufen,
Zimmer verlangen |
| Stufe
2: |
Man unterhält
sich über ein abstrakteres Thema,
aber da es ein Dialog ist, kann man
den Diskussionsfaden noch halbwegs steuern.
Der gegenüber nimmt unter Umständen
Rücksicht, er spricht einen direkt
an |
| Stufe
3: |
Lesen eines Zeitungsartikels.
Der Schwierigkeitsgrad mag hoch sein,
aber man hat alle Zeit dieser Welt |
| Stufe
4: |
Lesen anspruchsvoller
Literatur. Die Wörter können
sehr exotisch sein, unter Umständen
braucht man Spezialwörterbücher,
die Handlung kann sehr kompliziert sein,
aber man hat wieder alle Zeit dieser
Welt |
| Stufe
5: |
Verstehen einer
Nachrichtensendung im Fernsehen oder
Radio. Fernsehsprecher sprechen in der
Regel sehr deutlich und ohne (sich häufig
ändernde) umgangsprachliche Redewendungen.
Sie verwenden auch keinen Jargon (Jugendsprache
etc.). Sie sind am dichtesten an dem
dran, was in den Büchern steht.
Weiter weiss man in der Regel eh um
was es geht, so dass man sich vieles
auch denken kann, ohne es genau zu verstehen. |
| Stufe
6: |
Man verfolgt ein
Gespräch zwischen Muttersprachlern,
etwa weil man mit am Tisch sitzt. Hier
hält man den Diskussionfaden nicht
mehr in der Hand. Der Anteil der "allerneuesten"
Redewendungen ist hoch, die Aussprache
ist unter Umständen undeutlich,
es wird sehr schnell gesprochen. |
| Stufe
7: |
Verstehen von Filmen.
Unter Umständen sehr komplexe Handlung,
sehr komplexe Dialoge, "allerneueste"
Redewendungen, sehr schnell, keine Möglichkeit
einzugreifen |
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Das zentrale Problem aller Sprachen hat aber mit
Grammatik gar nichts zu tun. In jeder Sprache dieser
Welt kann man nette oder interessante Dinge sagen.
Die Fähigkeit dies zu tun, hat weniger mit
dem Wortschatz, noch mit der Grammatik noch mit
dem Lautbild etwas zu tun.
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